Ihre Buchungsliste
keine Produkte

Rainer Schöttl


Rainer Schöttl war schon als Teenager vom Anfang an im ITMR mit Aufgaben betraut, hauptsächlich Hilfsarbeiten bei der Kursvorbereitung und bei der Erstellung von visuellen Hilfsmitteln für die Vorträge des Vaters. In dieser Eigenschaft begegnete er schon früh bekannten Persönlichkeiten aus den USA, wenn sie den Vater in Erlangen besuchten.

Jedoch entwickelte er seine eigene Meinung in Bezug auf die am eigenen Körper wiederholt erfahrenen Bissumstellungen. Denn jedes Mal, wenn ein neues Inlay eingegliedert werden sollte, wurde vorher der Biss vom Vater akribisch eingeschliffen und fühlte sich einige Zeit lang fremd an, so sehr auch dessen "Richtigkeit" proklamiert wurde.

Noch vor dem Abschluss einer Zahntechnikerlehre im väterlichen Betrieb erhielt er, auch auf Betreiben des befreundeten Prof. Lundeen, einen Studienplatz an der University of Florida in den USA, wo auch Lundeen selbst als Leiter der festsitzenden Prothtik tätig war. Jedoch mussten zuerst die Collegejahre absolviert werden und während dieser Zeit fand Rainer Schöttl eine Teilzeitanstellung bei Prof. Gibbs, wieder zur Erstellung von visuellem Material. Diesmal ging es allerdings um Filmaufzeichnungen an der "Kaumaschine", denn Prof. Gibbs leitete die größte Studie zur menschlichen Kaubewegung, die es jemals gegeben hat. Nach seinem Studium sollten sich die Filmrollen, die in Rainer Schöttls Besitz verblieben waren, noch als extrem aufschlussreich erweisen!

Jedoch musste zuvor noch die "Graduate" Ausbildung in der Zahnheilkunde absolviert werden, auf Anraten seines Mentors Lundeen an der gnathologisch ausgerichteten Dental School der Emory University in Atlanta. Dort lernte Rainer Schöttl auch einen Professor kennen, der sich mit myozentrischen Techniken beschäftigte und arbeitete später teilzeitlich in der Praxis eines myozentrisch tätigen Zahnarztes in Atlanta mit. Vor Abschluss seines Studiums lernte er schließlich auch Robert Jankelson, den Sohn des Urhebers Bernard Jankelson, bei einem Vortrag in Atlanta kennen, woraus sich eine persönliche Freundschaft entwickelte.

1985 zurück nach Erlangen gekommen, überzeugte er den Vater, der Myozentrik noch einmal ein genaueres Augenmerk zu schenken und sie fuhren schließlich gemeinsam nach Seattle und wurden dort vom Urheber selbst in die entsprechenden Techniken eingeführt. Für Walter Schöttl ergaben sich in den Muskelentspannungstherapien und elektromyographischen Messungen erstmalig Antworten auf eigene Probleme, wie Bruxismus, Nackenverspannungen, sich wiederholt lösende Onlays, etc. Und so hielt die Myozentrik Einzug auch in die zahnärztliche Privatpraxis, wenn auch anfänglich argwönisch beäugt und stets von Vergleichsmessungen mit den früher praktizierten Techniken begleitet.


1990 vom Vater mit der Leitung des ITMR betraut, lotete Rainer Schöttl die Bedeutung der geänderten Prämissen in der neuromuskulären Funktionslehre auf alle Bereiche der Funktionstherapie und Prothetik aus, von der Funktionsdiagnostik bis zur Okklusalgestaltung. Daraus entstand ein regulärer Lehrplan mit dem Namen "Die Cranio-Mandibuläre Orthopädie". Dazu gehörte auch eine andere Technik der Modelleinstellung in den Artikulator, welche die neuromuskulär wichtigen Parameter auch konsequent umsetzt. Rainer Schöttl wurden ein Patent auf einen neuen Gesichtsbogen zugesprochen, der heute unter dem Markennamen "HeadLines" bekannt ist, und eines auf ein Modellpositionierungsgerät, das man unter dem Markennamen "HIP-Mount" kennt. 

Eigene Studien und die in seinen Kursen gewonnenen Erfahrungen mündeten schließlich 2013 in der Entwicklung eines neuen Artikulators in Zusammenarbeit mit der Firma Baumann Dental, welcher sich völlig von konventionellen Geräten abhebt, da er nach ganz anderen Parametern arbeitet. Weitere Entwicklungen betreffen die Photometrie, bei der mit einfachen Mitteln die Körper-, Kopf- und Mundhaltung erfasst, ausgewertet und dokumentiert werden kann, sowie zwei kostengünstige TENS-Geräte zur Muskelentspannung, welche heute in Deutschland verfügbar sind.

Rainer Schöttl ist auch die Gründung einer deutschen Sektion des International College of Cranio-Mandibular Orthopedics, e.V. zuzuschreiben und er dient dieser Vereinigung seit ihrer Gründung ehrenamtlich als Präsident. Dieses Engagement wurde auch international gewürdigt, als er 2013 zum internationalen Präsidenten des ICCMO gewählt wurde.

Neben zahlreichen Artikeln und Buchbeiträgen hat Rainer Schöttl auch einige alleinstehende Publikationen auf verschiedenen Medien veröffentlicht. Besonders seien an dieser Stelle empfohlen:


CMD: Kein Schicksal! : Softcover Buch mit 128 Seiten.
MYOBYTE, das Magazin für Myozentrik und interdisziplinäre Kooperation.
Die Cranio-Mandibuläre Orthopädie: Büchleinmit 22 Seiten.

Die Cranio-Mandibuläre (Dys)Funktion: DVD-Set mit 4 menügeführten DVDs.
Kompaktkurs auf DVD: Die Gleichschaltung des Artikulators mit dem Patienten.







 
  

Seite:  1 

Orthokraniale Artikulatorprogrammierung

Orthokraniale Artikulatorprogrammierung

ab 415,00 EUR
CMD&Myozentrik

CMD&Myozentrik

ab 555,00 EUR
Therapie mit einfachen Bissbehelfen

Therapie mit einfachen Bissbehelfen

480,00 EUR
Okklusion und Orthesen

Okklusion und Orthesen

520,00 EUR
Neuromuskuläre Funktionsdiagnostik

Neuromuskuläre Funktionsdiagnostik

ab 575,00 EUR
  

Seite:  1 

Zeige 1 bis 5 (von insgesamt 5 Artikeln)