Neuromuskuläre Funktion

Als McCollum in Los Angeles vor fast 100 Jahren das gnathologische Konzept ersann, ging es darum, eine Rotationsachse für das Kiefergelenk zu finden, um diese bei der Modellübertragung mit der Artikulatorachse deckungsgleich zustellen. Um diese Achse zu finden, musste man jedoch praktisch bei jedem Menschen den Unterkiefer aus seiner gewachsenen Zuordnung im Biss herausschieben. Umstellungen des Bisses wurden so zur Regel, in der Prothetik, wie auch in der Kieferorthopädie. 

Über die Jahrzehnte stieg die Zahl an CMD-Patienten sprunghaft an, aber die Untersuchung von gnathologisch eingestellten Bissen mit gnathologischen Methoden bringt meist keine neuen Erkenntnisse. Auch die Anschaffung aufwändiger Gerätschaften erfüllt die durch Werbeversprechungen geweckten Erwartungen nicht immer. 

Doch das Kausystem hat auch eine Aufgabe, die meist völlig übersehen wird: die Fähigkeit, sich anzupassen. Und sie betrifft nicht nur Muskeln und Faszien, sondern auch die Form der Kiefergelenke selbst. Hat man diese Kompensationen verstanden und beherrscht Techniken, um sie aufzulösen, ergibt sich ein völlig neues Bild der Funktion und die Symptome der CMD, ob im oder außerhalb des Kausystems, werden erklärbar. 
 

Neuromuskuläre CMD-Diagnostik 28.Juni 2019
Die CMD und deren neuromuskuläre Diagnostik
ab 380,00 EUR
 
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