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Neuromuskuläre Funktionsdiagnostik

Freie Plätze:
11 Stück
NMD Datum:
Teambildung:
575,00 EUR
Kein Steuerausweis gem. §4 Abs. 14 Satz 2 UstG


Ist es ein Zahn, von dem die Schmerzen ausgehen? Ist es das Kiefergelenk? Oder sind es Nervenschmerzen? Oder Muskelschmerzen? Warum sieht man auf dem Röntgenbild nichts? Was mache ich bei einer Kieferklemme? Ist Pressen und Bruxen das Gleiche, wie begene ich einer Parafunktion?

Solche und noch viel mehr Fragen stürmen auf den Zahnarzt ein, besonders, wenn er vom Patienten mit einer Schmerzsymptomatik konfrontiert wird, für die es keine klaren und sichtbaren Deutungen gibt. Die CMD ist ein Gebiet, auf dem man es besonders häufig mit solchen Fällen zu tun hat, und feste, simplistische Abläufe versagen oft, wenn es drum geht, aus einer schier unüberschaubaren Vielzahl von Möglichkeiten ein individuelles Bild der Zusammenhänge zu fügen. Viele diagnostische Abläufe fokusieren gar zu sehr auf die Kiefergelenke, oder gar nur deren manipulierte Grenzbewegungen. Kopfgelenke, Haltungsprobleme, chronische Muskelverspannungen, Gelenk- und Nervenkompressionen, Augenprobleme, übertragene Schmerzen und vieles mehr rücken dabei nicht, oder kaum ins Blickfeld. 

In diesem Kurs wird eine Methodik entwickelt, wie man die wichtigste Frage, die sich bei Patienten mit solchen Problemen stellt, individuell und gezielt beantworten kann: Besteht ein Zusammenhang mit dem Biss? Und welche Kotherapeuten sollten ggF hinzugezogen werden?

Der Kurs beginnt mit spezifischen Techniken zur Anamnese. Die Untersuchung gliedert sich in extraoralen Einflüsse,  Kopf- und Nackenmuskulatur, die Kiefergelenke und intraorale Faktoren. Zu allen Bereichen werden Hintergrundinformationen gegeben, denn bei der Diagnose einer multifaktoriellen Problematik wie der CMD hilft nur eine breite Wissensbasis. Alle Untersuchungsmethoden werden auch praktisch geübt.
  • Verständnis der neuromuskulären Funktionslehre im Vergleich zur gnathologischen
  • Techniken bei der Anamnese, von sinnvollen Fragebögen bis zum Patientengespräch
  • Spezifische Muskeln in Kopf und Nacken: Anatomie, Muster der Schmerzübertragung, Berührungsflächen mit Nerven und Schmerzprojektion, Funktion und Palpation.
  • Kiefergelenke: Anatomie bei Funktion und Dysfunktion, Abgrenzung intrakapsulärer Entzündungen, Bewegung und Untersuchung.
  • Chronische Mundatmung: Fehlentwicklungen beim Wachstum, typische Kompensationsmuster und Konsequenzen.
  • Zungendysfunktion und Einflüsse auf die Entwicklung.
  • Verständnis der Haltung des Unterkiefers, eingebunden in die Kopf- und Körperhaltung.
  • Die photometrische Diagnostik.
  • Intraorale Zeichen und deren Interpretation.
  • Behandlungsplanung beim emotional belasteten Patienten.
  • Sinnvolle Abläufe in der Diagnostik bei chronischen Beschwerden.
  • Kurs für Zahnärzte, Osteopathen/Manualtherapeuten, evtl auch Zahntechniker. Helferinnenausbildung im Team möglich.
  • Einstiegskurs: Keine anderen Kurse werden vorausgesetzt
  • Kursdauer: 2 1/2 Tage
  • Kurszeiten: Freitag 9:00 Uhr bis Sonntag ca. 13:00 Uhr
  • Arbeitsunterlagen: Aktuelle eigene Modelle
  • Downloads: Zur Kursvorbereitung werden den bestätigten Teilnehmern Downloads zur Verfügung gestellt., evtl. werden Downloads zur Verfügung gestellt, weitere Unterlagen werden im Kurs ausgeteilt.

Zahnarzt: Volle Teilnahme
Osteopath/Manualtherapeut, Zahntechniker: Volle Teilnahme
Zahnarzthelferin: Ausbildung in der Photometrie. Erstellung von auswertbaren Frontal- und Lateralaufnahmen, Enface- und Profilbildern, sinnvolle Bildsequenzen, graphische Auswertung mit einem kostenlosen Programm, wie Open Office Draw. Assistenz bei der Untersuchung, grobe Kenntnis der Muskelanatomie. Patientenführung vor, während und nach der Erstuntersuchung.